Mehr Raum und Räume

Bericht von der jährlichen Klausur der Kirchenvögte

Vom 17. bis 20. September waren 18 Teilnehmende aus fast allen Bereichen der Landeskirche im Tagungshaus St. Ludgerus in Helmstedt zusammen und befassten sich mit der Thematik „Gestaltungsräume“.

Es ist nicht selbstverständlich, dass Küsterinnen und Kirchenvögte sich mit Grundfragen kirchlichen Lebens befassen, die den eigentlichen Arbeitszusammenhang der beruflichen Tätigkeit überschreiten.

Es ist sehr zu loben und zeigt, dass die in diesem Bereich tätigen Personen ihre Kirchen(Gebäude) und ihre Kirche lieben und oft weit über die vertragliche Stundenzahl hinaus engagiert mitarbeiten und mitdenken.

In diesem Jahr befassten sich diejenigen, die für Räume in den örtlichen Gemeinden zuständig sind, mit den ganz anderen „Gestaltungs-räumen“.

In einer sehr ausführlichen Runde stellten alle mit Hilfe einfacher Symbolzeichnungen dar, was alles an Kirchen, Pfarrhäusern, Kitas, Gemeindezenten, Friedhöfen und Pfarrpersonen zu den Gestaltungsräumen gehört, in deren Bereich die Kirchenvögte an bestimmten Stellen tätig sind.

Deutlich wurde, dass manche Bereiche schon sehr weit vorangegangen sind in Findung einer Rechtsform und Kooperation, andere erst am Anfang des Kennenlernens stehen: haben die in dem Dorf XY eigentlich einen Gemeinderaum? Es gibt in der nächsten kirchlichen Nachbarschaft noch einiges zu entdecken.

Pfarrer Dietmar Schmidt-Pultke (Kirchliche Personalförderung), der die Klausurtagung als Referent weitgehend begleitete, führte dann im Verlauf der Klausur durch mehrere Impulsvorträge in ein notwendiges Stück Kirchentheorie ein, das hilft, Kirche in komplexer Weise und in Veränderungen ihrer Strukturen durch die Zeiten zu verstehen.

Sichtbar wird: wie wir Kirche lange kannten in der Normalform örtlicher Gemeinde (Parochie neben anderen Parochien) mit vielen, vielen Angeboten ist Resultat einer Entwicklung durch die Jahrhunderte und hat das Gesicht bereits in den zurückliegenden 50 Jahren vielfach verändert. Dieses Bild ist aber nicht viel älter als etwa 100 Jahre und keineswegs von Petrus oder Luther schon so erlebt oder gefordert worden.- Kirche kann deswegen unter neuen Bedingungen auch wieder sich verändern, ohne aufzuhören Kirche zu sein. Gestaltungsräume widersprechen als Idee und Struktur keinesfalls dem Wesen von Kirche und ihrem Auftrag, Ob es die beste derzeitige Lösung ist, darf gern diskutiert werden.

Im Grunde illustrierte die vom Kloster Ludgerus angebotene Hausführung die Theorie schön, da sich ja Einblicke in die letzten 1300 Jahre boten, die Architektur und Raumgestaltung geworden sind.

Die Arbeit wurde konkretisiert durch eine Information über die Grundlagen für das Stellen-und Strukturgesetz und die möglichen Rechtsformen für Gestaltungsräume.

Pfarrer Martin Stützer, Oker, referierte als Gemeindeberater kurz, wie ein Beratungsprozess aussehen kann.

Propst Gottwald berichtete dann von den Entwicklungen in der Propstei Helmstedt (Prozess der Quartier-bildung der Innenstadtkirchen, inzwischen Fusion zur Gemeinde „Georg Calixt“,

Überlegungen und Stand der Gestaltungsraumbildung).

Es wurden auch noch konkrete Ideen ausgetauscht, wie in den kirchlichen Räumen vor Ort möglicherweise symbolisch die Verbundenheit zu den Nachbarn sichtbar gemacht werden kann.

Viele Teilnehmende bekundeten, dass die Klausur sie hilfreich intensiver als bislang vor Ort informiert habe und möglicherweise auch ihr Denken und die Skepsis gegenüber Gestaltungsräumen mit neuen Impulsen positiv angeregt habe.

Autor: Dietmar Schmidt-Pultke, September 2018

 

Einführungslehrgang für Küster/innen 2018

EFL 2018 1

Meine Eindrücke über diesen Kurs sind so vielfältig und durchweg positiv, dass es mir schwerfällt, dies in Worte zu fassen.

Ich möchte gar nicht so auf die inhaltlichen Aspekte eingehen, sondern vielmehr den Faktor Mensch hervorheben.

Bevor ich den Lehrgang besuchte, war ich absolut skeptisch über den „Mehrwert“ des Lehrgangs. Doch jetzt kann ich nur jedem neuen Küster oder auch sonstigen Interessierten aus Überzeugung sagen: „Mach ihn mit!“

Denn dieser angebotene Lehrgang lebte nicht allein durch seine Themen, sondern tatsächlich durch die Menschen, die uns mit Herzblut, Humor und Spaß an der Sache Gesetze nähergebracht, Pflichten, aber auch Rechte erläutert haben oder uns Ihre Räumlichkeiten gezeigt haben.

Domvogt Lothar Püster hat als Seminarleiter jeden von uns mit seiner herzlichen und humorvollen Art willkommen geheißen. Es war toll, Fragen stellen zu können, ohne sich als Volldepp zu fühlen. Ja, so manches Mal wurde geschmunzelt, weil doch einige Teilnehmer die gleiche Frage oder ein ähnliches Problem in der eigenen Gemeinde haben.

Und so wurde aus einer Gruppe Fremder schnell ein „Wir“.

Dieses Wir-Gefühl hält auch nach dem Lehrgang, dank WhatsApp-Gruppe, weiterhin an.

Abschließend einen herzlichen Dank an alle Mitarbeiter der Landeskirche, die uns trotz Grippewelle, personellen und zeitlichen Engpässen ihr Fachwissen mit Freude und Humor nähergebracht haben.

P.S. Dank dieses Lehrganges glänzt das Abendmahlgeschirr viel schöner als vorher, die Blumen sind liebevoller dekoriert, und insgesamt fühle ich mich sicherer in meinem Job als Küsterin.

Birgit Kremer, 25.03.2018

 

 

 

 

Fortbildung in Hildesheim

Bericht von Christine Pasemann

Ich mag es ruhig - deswegen bin ich mit den Öfis gefahren. Bin ganz entspannt angekommen.

Bianca stand auf dem Bahnhof und wartete auf Doris.

Schnell konnte ich sie überreden, mit mir den Bus zum Michaeliskloster zu nehmen.

Hätten wir gewusst, was wir jetzt wissen, wären wir zu Fuß gegangen. (10 Minuten)

Nach einigen Umwegen sind wir dann doch noch richtig gelandet.

Erfreut, dass wir uns alle wieder sehen, starteten wir in den Tag.

Ich habe mich schon immer sehr auf das Vorfrühstück gefreut, denn danach haben wir Andacht gehalten und dann ging es richtig los.

Das Frühstücks-Buffet war ein Traum. Stimmt nicht, alle Buffets waren ein Traum.

Wir wurden ausgezeichnet versorgt und verpflegt.

Die Arbeitseinheiten mit Frau Catharina Uhlmann waren sehr spannend und auch der Humor kam nicht zu kurz.

Am Mittwoch war Herr Herzog zu Gast bei uns.

Wir bauten uns aus Trichtern und abgeschnittenen Gartenschläuchen und Mundstücken für Posaune, Trompete oder Horn Instrumente.

Es ist nicht einfach, da den richtigen Ton zu finden und braucht doch etwas Übung.Ich durfte ins Horn blasen - ein großes gemütlich klingendes Instrument.

Wenn eine große Zahl Frauen unterwegs sind, muss auch die Stadt erkundet werden.

So war ich mit Angelika und auch mit Dorothea mal so ein wenig

.....einkaufen.

Das hat richtig Spaß gemacht. Natürlich darf Frau sich Schnäppchen nicht entgehen lassen.

Unsere Vorsitzende hat auch eine wunderbare Stadtführung für uns organisiert.

Mein Fazit ist, es war sehr harmonisch und hat wirklich Spaß gemacht. Die Umgebung war toll und ich glaube wir hatten alle viel Spaß.

Ich habe Hildesheim NEU ENTDECKT und werde da sicher bald mal wieder hin fahren.

Die Wälder in der Stadt...das viele Grün, war beeindruckend.

 

 

Fortbildung in Hildesheim

Bericht von Manuela Brennecke

Was mir im Gedächtnis blieb:

Sich morgens einzufinden zur Andacht, gemeinsam Singen und anschließend sich für den Tag mit einem guten Frühstück stärken. Die Themen wurden zielstrebig erarbeitet und wir haben festgestellt, dass es viele Möglichkeiten gibt sich im Gottesdienst mit Einzubringen.

Ausgiebig be- und durchgesprochen wurden Liturgie, Geschichte des Gottesdienstes, das Abendmahl.

Es gab musikalische Seminarstunden in denen wir Lieder aus den Gesangbüchern gesungen haben mit Begleitung von Gitarre oder Klavier. Sehr viel Freude machte auch das aus probieren unserer selbst gebauten Blasinstrumentes aus Mundstück, Schlauch und Trichter(?).

Mit Carmen Jerke erkundeten wir die Sehenswürdig-keiten in Hildesheim. Wir hatten eine Führung durch das Grüne Hildesheim und so war es weniger verkehrsreiche Stadt als vielmehr Natur, historische Altstadt und interessante Spazierwege.

Unser Seminar endete mit dem Zusammensitzen der Arbeitsgemeinschaft der Kirchenvögtinnen und Kirchenvögte in ruhiger Runde.

Elenore Kupke wurde für langjährige Mitgliedschaft geehrt und es wurden neue Mitglieder begrüßt.

Danke für lehrreiche und gemeinschaftliche Tage im herrlich anzuschauenden Michaeliskloster.

 

 

Einführungslehrgang für Kirchenvögte und Kirchenvögtinnen 2017

Am Montag, den 27.02.2017 trafen sich erstmals 12 Küster (einige frisch eingestellt, andere schon länger im Amt)

und ein Kirchenvorstand, um in das Berufsfeld des Kirchendieners, dessen Arbeitsweisen und Arbeitsrechte eingeführt zu werden.

Nach einer Begrüßung durch den Seminarleiter Lothar Püster, Küster des Braunschweiger Doms, und einer kurzen Vorstellungsrunde wurden wir in den Aufbau der Landeskirche eingeführt, der mit einer Besichtigung des Kirchenarchivs noch abgerundet wurde.

Nach diesem Einblick, gab es an insgesamt 4 Montagen grundlegende Informationen zur Arbeit des Küsters, die sich vom Glockenläuten, der Reinigung des Abendmahlsgeschirrs, über Gottesdienstaufbau und Sakramente sowie Reinigungsmethoden und Heizungsfragen alles abdeckten. Auch die Sicherheit und Rechte und Pflichten des Berufsfeldes des Mesners kamen nicht zu kurz.

Das Highlight erfuhren wir in einer letzten Einheit als es darum ging, Altarsträuße selbst zu binden.

Waren wir zuerst alle sehr skeptisch, was unsere Fähigkeiten anging, so haben wir uns unter der professionellen Anleitung von Frau Tümmler alle zu kleinen Floristen gemausert.

Auch wird es in unseren Kirchen keine abgeschnittenen Kerzen mehr geben, da uns Lothar Püster anschaulich an mitgebrachtem Material erklärte, wie man den Rand der Kerzen fachmännisch eindrückt.

Anfangs waren wir alle noch sehr ruhig und zurückhaltend, haben uns aber im Laufe der 4 Wochen zu einer homogenen und wissbegierigen Gruppe zusammengefunden, was auch der abwechslungsreichen und strukturierten Gestaltung des Seminars zuzusprechen war.

In der finalen Feedback-Runde gab es durchweg positive Resonanzen. Alle gehen jetzt mit einem anderen Selbstverständnis und viel mehr Sicherheit in ihre Kirchengemeinde zurück.

Unser ganz besonderer Dank gilt Lothar Püster sowie allen anderen Referenten dafür, dass sie sich die Zeit genommen haben, uns an ihrem Wissen teilhaben zu lassen.

 

 

 

 

 

Foto FB Springe 2016

Fortbildung Springe 2016

5. - 8. September

Thema: Menschen in der Bibel

 

Bericht vom Einführungslehrgang 2016

Fortbildung 001

„Da findet ein Küster-Lehrgang statt……………………..“

………..eröffnet mir mein Chef.

 „Und ich habe Sie schon angemeldet“

Mit diesen Worten begann für mich eine wirklich schöne Geschichte.Nach Unsicherheit, Herzklopfen und einer Erkundungsfahrt mit meinem Mann (wo ist denn eigentlich das Gemeindehaus der Klosterkirche Riddagshausen?) machte ich mich auf den Weg um an einem „Einführungslehrgang für neu eingestellte Kirchenvögte“ teilzunehmen. Wir trafen uns dann an einem Montagmorgen um 9.00 Uhr in einem Unterrichtsraum und waren wohl alle gespannt welche Neuigkeiten uns erwarteten. Nach einer Begrüßungs- und Vorstellungsrunde kamen wir spielerisch ins Thema. Viele Dinge kannte ich schon oberflächlich; nun ging es ins Detail: -wohin mit dem Streichholz nach dem Kerze anzünden?; -welche liturgische Farbe an Lätare?; -wo wird Arbeitsschutz schon in der Bibel erwähnt?; -wozu benötigt man beim Prüfen von Feuerlöschern Strom? Unser Referent, Lothar Püster vom Dom in Braunschweig, hat eine lebendige Atmosphäre geschaffen und zumindest mir jegliche Angst vor dummen Fragen genommen. Wir konnten uns mit allen Sorgen ausbreiten; es gab auf alles eine Antwort. Die verteilten Unterlagen sind mir noch heute eine Hilfe. An den nächsten beiden Montagen ging es munter weiter: Bibelarbeit, Gebrauch des Gesangbuches, Kerzenpflege, aber auch theoretische Grundlagen wie der Aufbau unserer Landeskirche oder die verbindende Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft der Kirchenvögte füllten ein abwechslungsreiches Programm. Am 3. Montag begrüßte uns Rolf Schäfer, ehemaliger Kirchenvogt in Riddagshausen und führte uns auch durch seinen ehemaligen Bereich. Als Vertretung ist er immer noch in Reichweite (i.R.). Nach einer längeren Pause trafen wir uns Anfang April in der Landeskirche in Wolfenbüttel. Hier erlebten wir mehrere Referenten an einem Tag und konnten einen Rundgang über das Gelände und die verschiedenen Abteilungen machen. Auch das Büro des Landesbischofs stand uns offen. Am Nachmittag kam noch einmal Arbeitsschutz dran; dieser 2 stündige Monolog war ermüdend und nicht nur für mich zu lange. Zum Abschluss standen wir noch vor der Tür und haben Absprachen für die Zukunft getroffen. Herzlichen Dank für ein gelungenes Fundament unserer Arbeit an alle die daran Mitgewirkt haben. Ich fühle mich jetzt viel wohler und sicherer. (Autor bekannt)